...wenn Frauchen anfängt, über ihre Reizthemen zu philosophieren (...und dem Großen Hund sei Dank, ist Qualzucht eines ihrer Reizthemen) kann es schon mal drunter und drüber gehen. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie mit Lesen  und Verstehen nicht mehr nachkommen. Wenn Frauchen Dampf abläßt, denkt sie meist schneller, als sie schreibt oder redet. Da bleiben  Andere schon mal auf der Strecke und verstehen nur noch Bahnhof.... ;-) 


Frauchen, ich habe dich trotzdem lieb!

 

 


Gedanken zur Hundezucht...

 

Es gibt kleine feine Privatzuchten (zwei sind bis jetzt bei den links aufgeführt), denen das Wohl ihrer Hunde mehr am Herzen liegt, als der Euro, den man damit eventuell verdienen kann. Die Züchter haben an Seminaren ihrer Verbände teilgenommen, haben sich mit Genetik oder Tierheilkunde befasst. Und erliegen schon seit Jahren der Faszination Würfe aufzuziehen und in liebevolle Hände abzugeben. Dabei züchten sie nicht für den Markt, sondern möchten gesunde Welpen in die verantwortungsvollen Hände neuer Besitzer geben.

  

Es gibt dann auch größere gewerbliche Züchter. Auch darunter gibt es Gute und Schlechtere.

Meiner Meinung nach orientieren sich die gewerblichen Züchter mehr am Markt und an der Nachfrage. Wird ein bestimmter Typ, Farbe oder Felllänge gewünscht, so wird diesem Wunsch schneller entsprochen und in diese Richtung gezüchtet. Nachteile die dem einzelnen Hund oder der Hunderasse entstehen, werden dann eben in Kauf genommen, solange man nach FCI-Standard züchtet.

 

Ich denke allerdings, dass man diese Standards auch ruhig mal hinterfragen sollte, denn auch die Qualzüchtungen einzelner Rassen entsprechen den FCI-Standards.

 

Wenn Sie wüssten, welche Rassen zu Qualzuchten gehören, wären Sie schockiert. Zumindest war ich das, nach einer WDR-Dokumentation vom 22.08.2011 von Philipp Hampl.

 

https://www.youtube.com/watch?v=FFrPYawHI7U

 

Von Hunden aus Osteuropäischen Wurfburgen sollte man absolut und definitiv die Finger lassen. Natürlich haben diese Tiere einen sehr geringen Preis im Gegensatz zu den deutschen Züchtungen, aber das zahlen Sie später wahrscheinlich 10- bis 100fach wieder drauf, wenn Sie öfter zum Tierarzt müssen.


Wenn Sie so wenig Geld wie möglich ausgeben wollen, dann wenden Sie sich besser an ein Tierheim oder Hunde in Not. Wenn Sie dann merken, dass Sie auch diese Hunde nicht nachgeschmiessen bekommen, sondern die Kosten für die Impfungen, Entwurmungen etc. übernehmen müssen, sollten Sie sich mal Fragen, warum die Hunde aus Ungarn oder Polen gar nicht soviel teurer sind, zudem Rassehunde mit Papieren und noch eine weite Reise hinter sich haben. Mein gesunder Menschen-verstand sagt mir, dass da etwas von vorne bis hinten nicht stimmen kann.
Tun Sie sich und den Hunden einen Gefallen, und lassen Sie die Finger davon!

 

Sind Sie jetzt so verunsichert, dass Sie jetzt lieber einen spitzgedackelten Senfhund (die Sorte Hund, bei der mehrere andere Rassen ihren Senf dazugegeben haben) den Vorzug geben würden – Prima! Dann haben meine Worte Sie erreicht – auch wenn ich Sie nicht vom Havaneser überzeugen konnte...



Havaneserzucht

 

Meines Erachtens ist der Havaneser prädistiniert für die Privatzucht.

Er braucht seine Bezugsperson/en so dringend wie eine Pflanze Licht und Wasser braucht.
Der Havaneser ist ein Hund der Zuwendung über alles liebt. Er ist nicht gerne alleine.

In einem Zwinger oder in einer reinen Außenanlage kann ich mir diese Rasse überhaupt nicht vorstellen, weil dies seinem Wesen zutiefst missfällt. Wenn ich als Hund so aufwachsen müßte, würde ich ständig unter Stress stehen und wenn ich dann endlich mit 10-12 Wochen eine Bezugsperson bekäme, wären schon viele Wesenszüge angelegt, die ein Hund aus Privatzucht mitbringt, nicht hat. Wahrscheinlich wäre ich viele Dinge nicht gewohnt. Die Haustürschelle oder das Telefonläuten würden mich verrückt machen und zum Kleffen annimieren. Mit Besuch könnte ich am Anfang wohl überhaupt nichts anfangen. Das ungewohnte betüdelt werden von Fremden jagt mir wahrscheinlich Angst ein. Was ich dann mache, will ich mir lieber nicht vorstellen. Das überlasse ich jetzt Ihnen.

Ich muß wohl eigentlich nicht mehr erwähnen, dass ein Havaneser in einer Osteuropäischen Welpenburg GAR NICHTS zu suchen hat.



Unsere Zucht

 

OK, Bee und ich sind immer noch Anfänger. Nach einem Wurf käme ich nicht auf die Idee, uns anders zu bezeichnen! Auch wenn das Ergebnis des A-Wurfes absolut für unseren Erfolg spricht!


Was wir Ihnen bieten ist unsere Ambition, gesunde Welpen zu bekommen. Mein Wissen über diese Rasse, Genetik und Zucht, das Sie hier schon mal im Ansatz nachlesen können. Ich mag keine halben Sachen und wenn ich mich mit einer Sache beschäftige, neige ich dazu sehr ins Detail zu gehen.

Was aber für mich sicher ist, dass ich nur schwarzpigmentierte Havaneser züchten werde. Das hat jetzt etwas mit Genetik zu tuen: braune Pigmente werden rezessiv, d.h. unterdrückt vererbt. Wenn die Natur eine braune Pigmentierung nicht wünscht, werde ich ihr auch nicht dazwischen funken. Die meisten Erbkrankheiten bei Hunden, sind auf rezessive Gene zurückzuführen. 

Für meine Zucht bedeuted das, dass ich Ihnen keine braunnasigen oder chocolatefarbene Havaneser zu bieten habe, sondern mich nach dem alten FCI Standard richten werde. Absolutes Muss: schwarze Nase und Augen so dunkel wie möglich.



Ich hoffe, Sie haben uns jetzt etwas besser kennengelernt und freuen sich immer noch auf die nächsten Seiten, Texte und die wundervollen Aufnahmen von Bee und dem Niederrhein!